Hörspiel am Morgen

Kurze BmE’s werden im durchgestylten Formatradio kaum noch gespielt. Deswegen bin ich ja auch ein großer Fan von #newsneu, einer “Initiative”, die mehr radiophone und reportagige Nachrichten im Radio hören will (und die auch produziert). Was macht man aber mit einem historischen Thema, wenn es keine Originaltöne gibt? Nichts reportagiges, was es zu berichten und zu beschreiben gibt?

Ein Dilemma, vor dem ich bei meiner letzten kleinen Geschichte gestanden habe. Seit längerem recherchiere ich zu einem Weltkriegspanzer, den die Staatsanwaltschaft bei einem Kunstsammler aus der Nähe von Kiel beschlagnahmt hat. Jetzt hatte ich die Möglichkeit, mit dem Mann zu sprechen, der den Panzer in den ’70ern von einem schrottreifen Wrack in seinen jetzigen Zustand versetzt hat. Aber wie das radiophon umsetzen?

Glücklicherweise haben wir bei der NDR 1 Welle Nord Redakteure, die Lust am Radiomachen haben. Und so haben wir eine Art kurzes “Hörspiel” produziert:

Die Logistik der Islamisten

Wie oft berichten wir Medien über junge Syrien-Ausreiser? Jungs (meistens), die sich recht schnell radikalisieren, weil sie (vermutlich – so sagen es Wissenschaftler) keine prägende Vaterfigur haben und schnell und nachhaltig Aufmerksamkeit wollen. Im Kampfgebiet ist man ja noch wer.

Das ist nur eine erzählenswerte Geschichte, wie sich solche Jungs radikalisieren. Interessant ist aber auch ein anderer Blick: Wer und was steckt an Personen und Logistik eigentlich dahinter?

Mehrere Wochen habe ich zusammen mit den Kollegen vom NDR Recherchepool in Kiel die islamistischen Netzwerke im hohen Norden recherchiert. Am Anfang wollten wir natürlich auch die Ausreisenden bekommen, um über sie und ihre Motivation eine Geschichte zu machen. Damit sind wir gescheitert. Stattdessen haben wir eine Geschichte über Salim gemacht. Salim, der in einem Hochhaus in Pinneberg wohnt und einer der prägenden Köpfe der islamistischen Szene ist – und der nicht ins Kriegsgebiet reist. Er bleibt hier und organisiert Akquise und Leute. Und er kann dabei auf ein Netzwerk zurückgreifen, das sich jahrelang aufgebaut hatte: Ein islamistischer Jugendverein (Millatu Ibrahim), der seit Jahren verboten ist in Deutschland, deren Mitglieder sich aber weiter treffen. Es ist ein Netzwerk, das auf Vertrauen beruht und das auch Kontakte zu verurteilten Al-Qaida-Terroristen hat.

Die Geschichte kann man online hier nachlesen – man kann sich aber auch hier, das gerade frisch produzierte Radio-Feature anhören und hier downloaden.

Wir sind tief eingetaucht in die Netzwerke und haben die Geschichte dieser Logistikbasis im Norden detailliert nachrecherchiert.

#nubrenn

Die Indizien waren da: Die menschenleeren Straßen, die Nachrichten über ausländerfeindliche Übergriffe, vielleicht auch die NPD-Wahlplakate, die ganz unten an den Straßenlaternen hingen. Es hätte einem auffallen können, dass es eine Scheißidee ist, mit der weißen Jalabiya eines Arabers durch die Sächsische Schweiz zu fahren.

In Berlin war das noch ok. Als wir zu Dritt – und extrem (!) arabisch aussehend mit unseren schlechten Drei-Tage-Bärten und der blassen Hautfarbe unseren guten Freund Marc mit lautem “yalla-yalla” aus seiner Wohnung entführten. Fast ein Jahr habe ich mit Marc in Damaskus eine WG geteilt. Bevor er sich also in die Ehe und anschließend als Reporter nach Kairo verzog, wollten wir nochmal mit seinen Freunden ein letztes, gemeinsames Wochenende verbringen und entschieden uns für ein einsames Haus und Wandern in der Sächsischen Schweiz.

Stilecht dann natürlich die Entführung aus Berlin. Problemlos. Bis wir dann abends noch schnell in Pirna, dem “Tor zur Sächsischen Schweiz” in einem Lidl einkaufen wollten. Es gibt so Momente, in denen Du direkt weißt: Japp, das war jetzt eine Scheißidee. Und das war nicht, als wir vor einigen Jahren zu Halloween als Ghostbuster und Kreuzritter verkleidet durch die Altstadt von Damaskus zogen. Das war in Pirna. Und ich wusste es schon, als ich besagt weiß gewandet den Einkaufswagen holen wollte.

Plötzlich merkte ich nur unten links am Bein so ein leichtes zuppeln und guckte runter. Da hockte ein hutzeliges – und sehr betrunkenes – Männchen und nestelte an seinem Feuerzeug rum. Es guckte hoch, grinste breit und sächselte lallelnd: “Nu, ma guggn wie schnell Du brönnen gonnst.”

Nun ist meine Jalabiya nicht ganz feuerfest und ich hatte nicht vor, auf einem Parkplatz in Sachsen angezündet zu werden. Nach lauten Allahu Akbar – Rufen zog das Männchen dann auch kurz ab, kam aber direkt mit seinem – nicht weniger angetrunkenen – Enkel zurück. Pöbelnd folgten die beiden uns in den kurz vor Ladenschluss stehenden Lidl. Zwei Sachen waren dabei schlimm: 1.) Dass die beiden absolut uneinsichtig waren, was unsere ziemlich plausiblen und gar nicht ironischen Erklärungen (Jungegesselabschied, der Kleene geht bald nach Kairo) betraf. Und 2.) Die Blicke der verbliebenen Kunden durch die Regale hindurch, hinter denen sie sich versteckt hatten.Am Ende waren so ziemlich alle (inkl. uns) froh, als wir den Laden verlassen hatten.

Drei Jahre habe ich in Dresden gelebt und liebe diese Stadt noch immer. Doch in diesem Sommer war ich geschockt. Über diese undifferenzierte Frustration und Aggression.

Aber eigentlich ist es ja meine Schuld. Und ich bin froh, dass es jetzt endlich raus ist: Ja, ich bin für #pegida verantwortlich. Sorry, mein geliebtes Dresden, das war so nicht geplant. Aber es ist vollkommen verständlich, dass nach unserem Auftritt damals jetzt alle Leute auf die Straße gehen und gegen die Islamisierung des Sachsenlandes auf die Straße gehen. Ich entschuldige mich zutiefst. Ana asif. Ma salame.

Wochenendtrip nach Island

Warum zum Teufel fliegt man ein verlängertes Wochenende nach Reykjavik? Und das noch im November? Klar, Island ist eine wunderschöne Insel. Gerade wenn im Sommer die Sonne die ganze Nacht hindurch scheint. Sich das Land mit Sturmböen und Nieselregen aber im November bei maximal Dämmerlicht anzutun muss einen guten Grund haben. Und der heißt: Iceland Airwaves! Das Festival ist das wichtigste Musikfestival des Landes (gut, das ist nicht schwer), aber auch europaweit eines der wichtigsten Festivals für nordeuropäische Rock- und Independentmusik.

Letztes Jahr war ich für NDR und Deutschlandradio Kultur auf der Insel und habe ein längeres Feature über die wunderbare Musikszene in  Reykjavik gemacht (“Der Tanz auf dem Vulkan”).

Erkenntnisse: Jeder zweite Isländer macht Musik. 50 Prozent sind Dichter. Die Bands tauschen untereinander Musiker wie wir früher Panini-Bildchen. Jeder Isländer kann so ziemlich jedes Instrument spielen – und tut es auch. Man darf Fehler machen: Hat man ein schlechtes Album gemacht, bekommt man von den Zuhörern eine nächste Chance – oder man gründet eine neue Band. Es gibt keine Dating-Kultur: Man geht einfach mit einer anderen Person in die Kiste und wenn man das mehr als drei Mal macht, ist man zusammen.

Dieses Jahr habe ich auf soziologische Untersuchungen verzichtet und mich mal komplett auf die Musik eingelassen. Die fünf Tage schwankten dann zwischen: “Meine Fresse, ist das schön” bis zu “Hey, Twitter sagt, nebenan ist ein gutes Konzert, lass lieber dahin gehen…. Twitter ist ein Arsch…”

Das wunderbare am Airwaves ist die Nähe in Reykjavik. Die Konzerte finden in vielen kleinen (und größeren) Locations statt. Aber immer kann man fußläufig zwischen den Konzerten wechseln. Von der großen Konzerthalle in die alte Oper in eine abgeranzte Rockbar, ins Kunstmuseum, in eine alte Kirche am See. Dazu Band von Singer-/Songwirter bis Punkrock und elektronischem Gekreische, das eher an eine Kommunikation mit Aliens erinnert. Hier also ein kleiner Streifzug durchs Festivalprogramm mit meinen persönlichen (positiven) Entdeckungen, die ich weiterempfehlen möchte. Eine kleine Warnung vorweg: Die Isländer mögen es gerne elektronisch):

Das erste Konzert war direkt ein Highlight: Off-Venue, sechs Zuschauer und eine Band aus Amerika. Aber hey, mit “The Anatomy of Frank” bin ich gut ins Festival gestartet:

Besonders gefreut hatte ich mich eigentlich auf den Auftritt von “Kaleo”. Ein bisschen hatte ich mir die Bands im Vorfeld angeschaut und wollte sie unbedingt sehen. Leider wurde der Sänger kurzfristig krank, der Auftritt abgesagt. Aber nach diesem Lied kann man nur hoffen, dass ich sie bald mal live erlebe:

Japp, das ganze ist jetzt alles sehr ruhig. Und so bleibt es auch, wird aber elektrischer. Am ersten Tag ging es natürlich sofort ins “12 Tonàr”. DEM Musikladen in Island, einem kleinen, gelben Häuschen in Reykjavik. Der Laden ist auch ein Label und verlegt die vielversprechendsten Künstler des Landes. Bei selbstgemahlenem Kaffe sitzt man in plüschigen Sesseln, liest ein bisschen, unterhält sich mit Inhaber Laurus und genießt Musik einfach sehr bewusst. Unter vielen CD’s habe ich dann “Low Roar” entdeckt. Das Album “O” ist etwas für Herbsttage in der Badewanne, lange Autofahrten durch ein nebliges Dithmarschen oder … nein, nicht für den Morgen nach einer langen Partynacht.

P.S.: Live leider eine ziemliche Enttäuschung. Ein wenig enttäuscht – live- war ich dann von “Hymnalaya”. Die Band war meine Entdeckung des letzten Jahres. Die riesige Kapelle hatte damals noch nie zusammen live gespielt, das Album war in unterschiedlichen Gruppen aufgenommen worden. Der Auftritt in der alten Oper war deswegen der Hammer. In diesem Jahr war die Band leider sehr reduziert. Die Lieder sind aber immer noch fantastisch. Besinnliche Hymnen und Gitarren und eine schöne Stimme:

So, und jetzt wirds elektrischer. Eine Sache, die im letzten Jahr in Reykjavik aufkam: Nordlichter über der Stadt, die sich wabernd grün über den Nachthimmel zogen. “Look at the lights”. Passenderweise hatte “Sin Fang” in diesem Jahr dazu gesungen und ein sehr schönes Konzert abgeliefert. Leider ohne Nordlichter:

Beim Absackerbierchen in einer Bar traf ich dann auf Singer-/Songwirter “Junius Meyvant”:

Ebenfalls ruhig und auf der Platte für die langen Autofahrten durch Dithmarschen: “Ásgeir”

Eine der schönsten Locations beim Festival ist übrigens die “Frijkirkjan”, eine kleine Kirche, direkt am See gelegen. Eine Band wie “Árstíðir” passt da sehr gut rein:

Bisschen rockiger war’s bei “Ourlives”. Ziemliche Pop-/Rock-Konserven-Musik. Live aber ganz nett und tatsächlich eine gute Erholung zwischen all den doch recht anstrengenden Elektrobands. Deswegen auch hier in der Liste:

Und noch was isländisches zum Schluss. Eine isländische Folk-Pop-Band (hier mit einem englischen Lied): “Útidúr” – nicht versuchen den Namen auszusprechen. Dabei haben schon Menschen ihre Zungen verschluckt. Die Einfachheit täuscht:

Während des Festivals wurde auch die “Nordicplaylist” vorgestellt. Wer also auf nordische Musik steht, der sollte da mal reinschauen: Jede Woche stellen Künstler ihre Neuentdeckungen vor: http://nordicplaylist.com/

Soweit ein kleiner Einblick – unter doch sehr speziellem und persönlichem Fokus – auf eins der schönsten Musikfestivals, die es gibt. Bei 220 Bands ist es natürlich schwierig, die kleinen Perlen zu finden. Aber gerade oben genannten Bands lassen sich auch hier in Deutschland noch wunderbar noch weiterhören.

Life in Gaza

Two days ago I did an interview with a young girl living in Gaza. Mariam was born in Germany and lived here for 16 years. Three years ago her family decided to go back home: to Gaza City. As a reporter I know the Middle East quite well. And I know how fast the “truth” changes in the blink of an eye. Nevertheless I was deeply touched by Mariams descriptions of her live in Gaza right now, so I decided to publish the interview as kind of a protocol. Currently I haven’t been to the region, we talked via Skype. So it is her personal story. Coming from a german background. But I think it is a story, that many of the almost 2 million people living in Gaza could tell. This is not meant from an activists point of view. But it is one voice from Gaza. A place you don’t hear that much from ‘normal’ people:

“I am 19 years old. Three years ago I moved to Gaza with my family. This is my second war. Everything started very sudden. Right now we have summer holidays. We have been hanging around the beach and in coffee shops, just meeting and hanging around. A few hours before the war started some friends were visiting me. We’ve been sitting around talking. For some time you forget where you’re living. Then everything started and you remember where yióu live.
Now we can’t leave the house. We can’t go to the supermarket. We have to wait until the situation will calm down a little bit. Now everyone stays at home, living from what’s left in the house. Tahnk god it’s ramadan. Therefore we don’t eat and drink during daytime anyway.
I have five more little siblings. They are very much frightened. They cry and scream all the time. Since this is my second war I have to act like everything is fine to calm them down.

Keep away from the windows

We are sitting in the living room, as far away from the windows as we can be. When the bombs are coming it can be that the windows smash and you can get injured siriously by the glass. So we sit there, talk to each other or watch some films on the internet. As long as there is electricity. We only have eight hours of electricity. Than it is cut off for some hours, then it comes back.
It is not that I see very much of what happens. Of course you see the news or videos on the internet. But it is more that you hear it. Especially at night. You can’t sleep when the bombs are falling. Last night we stayed up until five or six in the morning. Then we have been so tired that we just slept on the floor. Suddenly the bombs came back and you are awake again. During the day you hear the drones all the time. Like flies surrounding the area, filming, stuff like this.
Two days ago I saw a man on a motorcycle, just a few streets away from our house. He was killed by missile. It is pictures you can not forget: A body without head or arms. I think I can never forget this picture.

Counting: 1-2-3

And it is not that you can feel safe anywhere. Two years ago, during the last attacks, I felt they bombed more rural areas. With a big bang and big noise. Maybe to frighten us. But this time? Bombs explode everywhere in the city. Cou can’t feel safe.
And you can count. A missile fired from one of the boats. Then one, to, three, the detonation. It is like living in a movie. I couldn’t believe it the first time. Now it is that I find myself thinking: Ok, just keep me alive this night.

My life in Germany

In Germany I haven’t been much of a political person. I wasn’t interested in that stuff. Since I am living here that changed. When you see this you have to do something. I really hate our politicians who don’t do anything for us. So I search the web and keep me informed about the conflict. And of course I support or “freedom fighters”. If they didn’t, nobody would care. We would have been deleted from the map without them. That is why everybody supports them.
In Germany everything was so easy, too. You have electricity the whole time. Water. Internet. Then you come here and realize all the things you miss. All the basic stuff you can’t find. I am the only one of my siblings who wishes to go back home. Back to germany.”

Die WM gewinnt: Gott

Herrliche Bilder sind das bei der WM in Brasilien: Spieler treffen ins Tor, heben danach dankend die Hände in den Himmel. Wenn Sie auf’s Spielfeld laufen bekreuzigen sie sich. Gerade die südamerikanischen Mannschaften sind extrem gläubig und gottesfürchtig.
Dass z.B. Jorginho, ex-Fußballer von Bayern München, in München seine eigene Kirche aufgemacht hat ist da nur eine Randerscheinung.
Anfang des Jahres war ich in Brasilien und habe in Rio de Janeiro über das Zusammenspiel von Religion und Fußball recherchiert. Ich habe ex-Fußballprofis getroffen, die heute als evangelikale Prediger arbeiten. Für den ARD Hörfunk entstand darüber ein längeres Feature (24 Minuten), das ihr unten auf der Seite anhören könnt.

Die Kurzzusammenfassung:

– Die katholische Kirche hat in Brasilien ihr Monopol verloren, die evangelikalen Pfingstkirchen holen schnell auf.
Grund: Die katholische Kirche hat die Randgebiete der Städte und die Favelas lange vernachlässigt. Außerdem ist es in evangelikalen Kirchen Brasiliens leicht, extrem schnell aufzusteigen.
– Junge, talentierte Spieler, die von Brasilien nach Europa wechseln sind auf der Suche nach Halt. Sie finden ihn oft in evangelikalen Bibelkreisen
– Mitte der 80er Jahre entstand in Brasilien eine eigene Gruppierung evangelikaler Sportler. Die “Atletas de Christo”. Heute sind dort nach eigenen Angaben mehr als 5.000 Sportler Mitglied.
– Die Kirchen profitieren von den prominenten ex-Profis, weil sie Leute mitreißen können und bei der Mission helfen
– Die Vereine unterstützen die Kirchen und bekommen im Gegensatz talentierte Fußballer zurück, die ihren Körper als Geschenk Gottes ansehen und nicht feiern, keinen Alkohol trinken, etc. “Der Traum eines jeden Trainers”, wie mir ein Interviewpartner sagte.

Der Körper ist keine Grenze

Einmal im Mittelpunkt stehen, auf dem Siegertreppchen stehen, auf dem Spielfeld stehen inmitten von 60.000 jubelnden Fans. Ein Traum vieler junger Sportler, die sich auf dem Weg in die Sportelite befinden. Doch nicht alle kommen mit dem Leistungsdruck klar, mit den Medien, mit der Konkurrenz, mit den eigenen Anforderungen und den Grenzen des Körpers. Das alte Sprichwort: “Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper” stimmt so nicht, denn auch Leistungssportler bekommen Depressionen und psychische Erkrankungen – gerade wenn der Druck zu groß wird. Der Suizid des ehemaligen Nationaltorhüters Robert Enke vor wenigen Jahren hat den Blick der Öffentlichkeit auf die Schattenseiten des Profisports gelenkt und gezeigt: Psychische Erkrankungen kommen auch bei den Besten vor, mögen sie noch so fit und erfolgreich sein.

Was treibt jemanden dazu, sich das Leben nehmen zu wollen, kurz vor einem Bundesligaspiel? Die 1LIVE-Reportage rekonstruiert den Fall des Bundesliga-Schiedsrichters Babak Rafati und trifft junge Sportler auf dem Sprung an die Spitze – kurz vor dem Absturz. Ein junger Rennrad-Fahrer, der die Grenzen des Körpers nicht akzeptiert. Eine Leichtathletin, die sich zehn Jahre, nachdem sie wegen einer Verletzung nicht an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen konnte, endlich in Therapie begibt. Wieviel Druck hält der Körper aus?

// Ein wunderbares Reportage-Format: Moderator und Reporter sitzen eine Stunde lang im Studio und unterhalten sich – an den verschiedenen Orten der Reportage, treffen Interviewpartner und plaudern live eine Reportage.

Hier der Link zu der Datei auf Einslive.

Zum Glück Island

Wieso verdammt nochmal zählen sich die Isländer eigentlich zu den glücklichsten Menschen dieser Welt? Es ist zumeist kalt, dunkel, gut… wunderschön landschaftlich. Aber das Bier ist teuer. Für die ARD Themenwoche “Zum Gkück” habe ich mich auf die Suche nach dem Glücksrezept der Isländer gemacht – und mich irgendwann in der Melancholie der Musik verloren. Aber hört selbst. Hier mein Beitrag aus dem “Echo der Welt” im WDR- und NDR-Radio.

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Demnächst gibt es auch noch eigene Beiträge zur Musikszene und vielem mehr, was ich vor einiger Zeit in Island erlebt hab.

Hamburger Unterstützung für den Djihad

Worte wie Djihad, extremistische Islamisten und radikale Salafisten nehme ich eigentlich ungern in den Mund, weil sie zu sehr den Klischés der deutschen Berichterstattung über den Nahen Osten entsprechen. Genau das wollte ich eigentlich mit dem Soukmagazine vermeiden. Jetzt habe ich diese Begriffe aber prominent in den ersten Absätzen zu meiner letzten größeren Recherche benutzt, denn ein Hamburger Verein (bzw. dessen Hamburger Ableger) sammelt Spenden, die extremistischen Gruppen in Syrien zu Gute kommen.

Unterstützt wird zum Teil die Nusra-Front, die auf der EU-Terrorliste steht und auch im Verdacht steht, gewaltsam gegen Christen und westliche Hilfsorganisationen in Syrien vorzugehen. Hier mein Radio-Beitrag:

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Und zum dazugehörigen Online-Beitrag geht es hier.