Mit der GOAL-Methode zum Interviewziel

Es ist schon ein paar Jahre her, dass mir Ariel Hauptmeier vom Reporterforum (und Redakteur bei GEO) mal etwas vom GOAL-Prinzip erzählt hatte, einer kleinen aber sehr interessanten Fragetechnik. Weil die Methode auf Seminaren immer wieder auf Interesse stößt hier eine kurze Erläuterung:

G – oal

O – bstacles

A – chievements

L – essons learned

Die einzelnen Buchstaben stehen dabei für bestimmte Blöcke oder Abschnitte von ganzen Fragekomplexen; es heißt nicht, dass ich jedem Interviewpartner nur vier Fragen stellen. Aber sie strukturieren Interviews ganz gut vor, finde ich. Und entsprechen auch der klassischen Dramaturgie für Portraits oder Reportagen: Der Protagonist hat eine Herausforderung und ein Motiv, aus dem heraus er die Herausforderung annimmt. Zwischendurch das retardierende Moment und am Ende die Läuterung.

Die GOAL-Methode spiegelt sich darin wider:

– Was möchte der Interviewpartner eigentlich erreichen? Was ist sein Ziel? Wieso? Was ist die Motivation?

– Was sind die Schwierigkeiten dabei? Gibt es innere Konflikte? Hemnisse von außen? Personen, die dagegen stehen?

– Hat er schon etwas erreicht? Welche Zwischenziele sind erreicht worden? Gibt es also Hoffnung, dass er das Ziel erreicht?

– Was er aus seiner “Reise” gelernt? Würde er sich heute anders verhalten? Wieso?

Aus der Praxis finde ich, dass die Technik ganz gut funktioniert, weil sie eben 1.) hilft eine Dramaturgie einer Geschichte zu finden und 2.) die Interviewpartner ins Erzählen kommen lässt.

Welche Techniken gibt es bei Euch? Wie geht ihr vor?

71 Gedanken zu “Mit der GOAL-Methode zum Interviewziel

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