Arbeitsbedingungen freier Korrespondenten

Als freier Reporter im Ausland unterwegs: Die vergangenen Jahre bin ich immer wieder als Reporter im Nahen Osten und in Ost-Afrika utnerwegs gewesen. Mal für ein paar Tage. mal für mehrere Monate. Der Journalist Tim Kukral hat jetzt eine Studie über die “Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten” veröffentlicht, in der ich auch mit einem kurzen Vortrag zitiert wurde, den ich vor einiger Zeit in Hamburg gehalten habe:

Beschreibung

Auf eigene Faust in der Ferne: Freie Auslandskorrespondenten berichten aus Bagdad oder Brüssel für deutsche Medien. Im Vergleich zu ihren festangestellten Kollegen haben die „Freien“ eher den Blick und die Zeit für Geschichten, die abseits liegen von den starren Themenplänen der Redaktionen in der Heimat. Aber (wie) kann man davon leben? Wie sieht der Alltag der freien Korrespondenten aus? Und wie sind sie überhaupt zu diesem Beruf gekommen?

Durch eine qualitative Befragung von Mitgliedern des renommierten Journalistennetzwerks Weltreporter liefert dieser Band erstmals umfangreiche Erkenntnisse über die Arbeit der freien Auslandskorrespondenten. Auch die Zustände in den unterschiedlichen Berichtsgebieten werden behandelt. Motivation und Selbstverständnis, die Haltung zu PR und nicht zuletzt die Auswirkungen des Berufs auf das Privatleben der Befragten – die Veröffentlichung behandelt alle Fragen, die für freie Auslandskorrespondenten von Bedeutung sind.

Die Befunde stehen nicht isoliert. Durch eine Einbettung in den aktuellen Forschungsstand und vor dem Hintergrund der Medienkrise wird deutlich, was eine weitere Prekarisierung der freien Korrespondenten für die Qualität der Auslandsberichterstattung bedeuten würde: einen globalen Informationsfluss, in dem Einordnung und Hintergrund eine immer kleinere Rolle spielen.

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