Interviews transkribieren – einfach diktieren

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Eine Frage, die vermutlich zahlreiche Journalisten immer wieder rumtreibt: Wie transkribiere ich am einfachsten und schnellsten meine Interviews? Im Netz wird das Thema vielerorts diskutiert, weil wir Journalisten ja faul sind und am liebsten eine automatisierte Lösung hätten. Ich habe mich schon vor geraumer Zeit mal in diesem Blogpost damit beschäftigt und neben einem kleinen Programm, das beim Tippen hilft (“Listen ‘n Write”), auch die Möglichkeit aufgezeigt, wie ich Youtube per automatischer Untertitel-Erkennung die Arbeit habe machen lassen. Die erste Möglichkeit ist weiter Zeitaufwendig, die zweite extrem fehlerbehaftet, wie ich (und auch viele andere, die das ausprobiert und mir ihre Erfahrungen geschildert haben) feststellen mussten.

Was bleibt also? Eine eigene Sekretärin haben nur die wenigsten Kollegen. Es gibt eigene Dienste, die Texte transkribieren, das ist aber teuer und dauert in der Regel ein wenig. Als ich noch im NDR Recherchepool gearbeitet habe, hatten wir eine automatisierte Lösung eines großen Unternehmens in der Testphase ausprobiert, aber auch das war leider nicht zufriedenstellend.

Deswegen bin ich jetzt dazu übergegangen, Interviews zu diktieren. Und zwar meinem Computer. Ich nutze die ganz klassische Transkriptionssoftware “Dragon Dictate”. Mit einem Ohr höre ich das Interview in etwas verlangsamter Geschwindkeit ab und diktiere gleichzeitig dem Computer den Text. Auf meine Stimme ist der Rechner mittlerweile ganz gut eingestellt. Dadurch schaffe ich es fast in Echtzeit, Interviews zu transkribieren.

Falls Ihr einen schnelleren Weg gefunden habt: Sagt mir Bescheid!

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