Volkszählung auf afrikanisch

An diesem Wochenende findet in Tansania die groß angelegte Volkszählung statt, da sich die Regierung gerade nicht so ganz sicher ist, wie viele Menschen eigentlich im Land und wo überhaupt leben. Eigentlich keine schlechte Idee, nur hätte jeder Student im Statistik I – Seminar die Befragung akkurater hinbekommen. Gerade klopfte es bei der WG an der Tür. Es waren nicht alle da, aber kein Grund, das irgendwo / irgendwie zu vermerken, muss sich der Befrager gedacht haben: „Ich komme morgen wieder.“ Genau, und dann krieg ich auch den Anruf, dass mein Audio-Recorder wieder aufgetaucht ist. Aber die Fragen waren interessant. Keine Fragen zum ausgeübten Beruf, zur Länge des Aufenthaltes, zum Grund des Aufenthaltes. Auch nicht zur Religionszugehörigkeit (darüber hatte man im Vorfeld heftig gestritten, ob das abgefragt werden dürfe). Stattdessen zahlreiche Fragen über körperliche Gebrechen (Sehfähigkeit, Behinderungen, Gehör, Gedächtnis). Unserer Antworten notierte der kleine Mann manchmal und machte irgendwelche Kommentare in schlechtem englisch dazu. Und dann meine Lieblingsfrage: „Are you albino?“ Ich muss lachen. „No, just mzungu.“

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